Sieben Texte

von Charlotte Döhrmann

Schwarzweiß läuft die Katze und, lobenswert,
ergonomisch bis zum Bürzel

eine eigenartige Lust im Angesicht einer
Metallspiralenmaschine befiel euch

*



Erbrochen hat sich die Möglichkeit
über dem Spülmetall,
ins Angenehme.

Fühlbilder: stumm.
Neben der Maschine ziehts Hörkreise
(rechts).
Unter Blasendruck will sich das reinfuchsen
(vorne),
es löst sich was
im Zug aus der Mitte.

Was Erzähltes.

Als weißer Kasten brummts.

*



Kometenhaft
vorbei an der Erdkruste
schleicht sich ein Gelbkörperhormon.

Eine Störung, sagt man,
ein Ungleichgewicht,
schrammt in die Epistemologie

von links und Funken stoben,
Federn sprießen aus der Haut
von Brontosaurus und sie fragt,

ob wir einander endlich in Frieden
sterben lassen.

*



Wieder standen wir zwischen etwas
das älter war,
zwischen
Stauden.
die Oberflächen glatter als wir
die Blätter irgendwie
fern.

Unter den Flugmaschinen,
den blauen Rädchen und Wasserdämpfen
nieselnde Krabbenbeine,
frenetisch.

Ich erinnere mich an was,
das war
eine Geruchsschutzkruste

*



Im Ohnmachtstempo
– keimt eine Ganztagssperre heran
– frage ich Katzen nach Komposita
– sinkt sie, kreißsaalzeitlich
ins Ebene.


(Anmerkung: Die versehentliche Alliteration ist einem an falscher Stelle aufgetragenen Haarwuchsmittel zu vergleichen.)

*



August: die Aufklärungsstraßen führen.
In eine Teer-Dispersion fährt
was Anthrazites.
Daraus ein Unterarm, rosa,
und drinnen je eine Strandmuschelwelt.

Was mit Windschutz, was mit Streifen,
das war Sommer.
Die Luft spiegelt
Geschichts-Sortimente –
es gibt darin keine Götter für mich.

*


Wasserfarbengelbe Sterne
und eine Schlafbanane später
hör ich Rohstoffe,
Fruchtkörpergeflechte zu
einer weiteren zwanzig vor zwölf Hymne.

Es geistert durch
die nicht sichtbaren Kanten,
die Hölzer der Nacht liegen lau.
Was treibt sie wenn mein früher Rausch
und die Suche vorbei,
wenn sie klarschimmernde
Eisblumen malt
im November

*

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